“Wahre Liebe oder Ware Liebe?”

Von der traurigen Wahrheit hinter der Prostitution und dem nordischen Modell.

Gelegentlich verbinden noch so manche Lust und Möglichkeiten des freien Sexes mit Skandinavien. Lang ist es her so resümieren wir. Vor beinahe zwei Jahrzehnten warb eine isländische Fluggesellschaft mit „one night stands“ für Zwischenaufenthalte in Island um den „Felsen“ im Nordatlantik wie er in den Augen so mancher Einheimischer erschien, attraktiv für den Tourismus zu machen. Vergleichen lässt sich das mit einer jungen Dame, die ihres Wertes nicht bewusst beginnt sich zu prostituieren. Die Zeiten in denen Blondinnen auf den Umschlägen von Videos und CDs einschlägiger Videoläden die Lust auf den Norden weckten sind seit langem Geschichte.
Inzwischen ist viel geschehen und es ist just der Norden der die Menschenrechte der Frauen in die Hände genommen hat und Vorreiter bei der Beseitigung eines ganz großen Unrechts geworden ist. Eine ganze Reihe von Ländern hat das sogenannte nordische Modell übernommen das auf vier Säulen basiert:

1.) Der Kriminalisierung von Sex-Käufern
2.) Der Entkriminalisierung sich prostituierender Menschen 3.) Hilfe beim Ausstieg aus der Prostitution
4.) Aufklärung

Deutschland ist quasi umzingelt von Ländern die dieses Modell anwenden, während hierzulande die Prostitution liberalisiert und legalisiert wurde. Mit dem Hintergedanken Frauen zu helfen sahen sich die Gesetzesgeber 2001 veranlasst vom „Schutz vor der Prostitution“ zum „Schutz in der Prostitution“ neue Rahmenbedingungen zu schaffen und die Gesetzeslage einschneidend veränderten und Deutschland so zu einem Eldorado von Geschäften mit Sex zu machen. Unverantwortlich muss man das Wegsehen bei zum Teil dramatischen Menschenrechtsverletzungen kritisieren die sich in Folge der neuen Lage vor unseren Haustüren abspielten und bis heute fortsetzen. Keiner der politischen Parteien sah sich veranlasst sich mit den Konsequenzen dieser in Europa einmaligen Situation kritisch auseinanderzusetzen und zu prüfen ob Absicht und Erfolg des neuen Gesetzes dem Wohl der Frauen dienten. Nach Aussage der Traumatherapistin Ingeborg Kraus sind sich Gesetzeshüter vor Ort einig, dass 96-98% der Prostituierten fremdbestimmt werden, von Freiheit kann hier keine Rede sein, im Gegenteil. Frau Kraus geht hier noch weiter und behauptet, dass Prostituierte welche „freiwillig“ ihren Körper verkaufen oft Gewalt in der Familie erfahren haben und quasi vorgeprägt Erniedrigungen ertragen. Frauen werden für eine Penetration bezahlt unter deren Folgen sie oftmals Jahre zu leiden haben, während gleichzeitig Männer nach Lust und Freude ihrem Vergnügen frönen, die Kehrseite des Gesetzes welches Sexkäufern einen Freibrief verleiht. Dies ist unvereinbar mit der Gleichstellung von Mann und Frau. 70% der Frauen, laut Frau Kraus, leiden an post traumatischen Störungen als Folgen der Prostitution die sie nicht selten ein Leben lang verfolgen. Die Zahl derer die unter den Folgen leiden sei aber noch wesentlich höher, fügt sie hinzu. Eigentlich kaum vorstellbar, dass in einem Land im Herzen Europas fundamentale Menschenrechte von Gesetzes wegen zugunsten einer zügellosen Lust und Macho Kultur außer Kraft gesetzt werden. Liebe und Sex als Ganzheit zu begreifen, dass ganz entscheidend zum Wohlbefinden des Einzelnen und einer gesunden Gesellschaft beiträgt bedarf keiner Expertenmeinung sondern sollte Teil eines gesunden Menschenverstandes sein, dass ist jedenfalls die Meinung unseres Redaktionsteams.

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